Die üblichen Muldengrössen
Muldenservices in der Schweiz bieten meist Mulden von etwa 1 m³ bis 40 m³ an. Ganz klein sind Big Bags und Mini-Mulden, die oft auch in eine Einfahrt passen. Häufig bestellt werden Mulden mit 4, 7, 10 und 20 m³. Für Abbruch und Gewerbe gibt es Abrollcontainer mit 30 m³ und mehr. Die genauen Masse unterscheiden sich je nach Anbieter; fragen Sie nach Länge, Breite und Höhe, wenn der Platz knapp ist.
| Grösse | Typisch für | Hinweis |
|---|---|---|
| Big Bag, 1 bis 2 m³ | Badezimmer-Rückbau, wenig Bauschutt, kleiner Gartenumbau | Kann oft auf dem eigenen Grundstück stehen |
| 4 bis 7 m³ | Keller oder Estrich ausräumen, Küche ersetzen, kleiner Umbau | Gute Grösse für gemischtes Material aus dem Haushalt |
| 10 m³ | Wohnungsräumung mit Möbeln, grösserer Umbau, Gartenrodung | Für Bauschutt meist zu gross, weil zu schwer |
| 20 m³ und mehr | Hausräumung, Abbruch, Gewerbe | Braucht viel Platz und eine gute Zufahrt |
Gewicht zählt mehr als Volumen
Der häufigste Fehler ist, nur an das Volumen zu denken. Eine Mulde voller alter Möbel ist leicht, eine gleich grosse Mulde voller Bauschutt, Erde oder Steine dagegen sehr schwer. Mineralisches Material wiegt pro Kubikmeter schnell weit über eine Tonne. Eine grosse Mulde voller Bauschutt kann deshalb mehr wiegen, als der Lastwagen laden darf.
Faustregel: Für schweres Material wie Bauschutt, Ziegel, Beton, Erde oder Steine wählen Sie eine kleine Mulde und bestellen lieber zweimal. Für leichtes, sperriges Material wie Möbel, Holz und Kartonage darf es eine grössere sein. Fragen Sie den Anbieter nach dem zulässigen Gewicht und danach, wie abgerechnet wird: pauschal, nach Gewicht oder nach Material.
Welche Menge kommt zusammen?
Schätzen ist schwierig, weil Möbel in der Mulde viel Luft lassen. Ein paar Anhaltspunkte helfen:
- Zerlegte Möbel brauchen deutlich weniger Platz als ganze. Schränke, Regale und Betten wenn möglich auseinandernehmen.
- Ein voller Keller oder Estrich füllt schnell eine Mulde von 4 bis 7 m³.
- Bei einer ganzen Wohnung mit Möbeln reicht eine Mulde oft nicht; hier lohnt es sich, eine Räumung zu vergleichen.
- Gartenabfall ist locker und braucht viel Volumen. Äste vorher kürzen oder häckseln lassen.
Getrennt ist günstiger
Gemischter Abfall, oft Mischabfall oder Bausperrgut genannt, muss nach der Abholung sortiert werden. Das kostet in der Entsorgung am meisten. Wer sauber trennt, zum Beispiel Bauschutt, Altholz, Metall und brennbares Material in eigene Mulden oder Big Bags, bezahlt oft deutlich weniger.
Fragen Sie den Muldenservice vor der Bestellung, welche Materialien zusammen in eine Mulde dürfen. Viele Anbieter haben eigene Mulden für Bauschutt, Holz, Grüngut, Aushub und gemischte Abfälle.
Was nicht in die Mulde gehört
- Sonderabfall: Farben, Lacke, Lösungsmittel, Öl, Chemikalien, Spraydosen, Batterien. Diese gehören an die Sonderabfallsammelstelle der Gemeinde oder zurück an die Verkaufsstelle.
- Gasflaschen und Feuerlöscher: zurück an den Händler oder an spezialisierte Stellen.
- Elektro- und Kühlgeräte: Händler nehmen sie gratis zurück, ebenso viele Sammelstellen.
- Asbesthaltiges Material: zum Beispiel alte Eternitplatten. Nur durch eine Fachfirma entfernen und entsorgen lassen.
- Pneus: separat beim Garagisten oder an der Sammelstelle.
Abstellplatz und Bewilligung
Der Lastwagen braucht eine freie Zufahrt und genug Platz zum Abladen. Achten Sie auf die Höhe (Bäume, Leitungen, Vordächer) und darauf, dass der Boden das Gewicht trägt. Auf einem eigenen Vorplatz ist eine Mulde meist kein Problem.
Steht die Mulde auf öffentlichem Grund, also auf der Strasse, dem Trottoir oder einem Parkfeld, braucht es in der Regel eine Bewilligung der Gemeinde oder der Stadtpolizei. Die Vorlaufzeit ist unterschiedlich. Klären Sie das, bevor Sie einen Termin mit dem Muldenservice abmachen. Manche Anbieter kümmern sich auf Wunsch darum.
Checkliste vor der Bestellung
- Welches Material, wie viel davon, und lässt es sich trennen?
- Wo steht die Mulde, ist die Zufahrt frei, braucht es eine Bewilligung?
- Wie lange brauchen Sie die Mulde? Fragen Sie nach der Mietdauer, die im Preis inbegriffen ist.
- Was kostet zusätzlich: Transport, Miete pro Tag, Entsorgung pro Tonne, Wartezeit?
- Wer lädt? Tragen und Laden machen Sie bei einer Mulde in der Regel selbst.
Muldenservices in Ihrer Region finden Sie unter Muldenservice. Wenn Sie nicht selbst tragen und laden möchten, lesen Sie Mulde mieten oder Räumung beauftragen?