Was als Sperrgut gilt
Sperrgut sind brennbare Gegenstände aus dem Haushalt, die nicht in einen Kehrichtsack passen. Typisch sind Sofas, Sessel, Matratzen, Holzmöbel, Teppiche, Skis, Kinderwagen oder grosse Kunststoffteile. Die genaue Abgrenzung legt jede Gemeinde selbst fest, zum Beispiel mit Höchstmassen oder einem Höchstgewicht pro Stück.
Was nicht zum Sperrgut gehört
- Elektro- und Kühlgeräte: Kühlschrank, Waschmaschine, Fernseher, Computer. Händler nehmen sie gratis zurück, die Entsorgung ist über die vorgezogene Recyclinggebühr bezahlt.
- Metall: Velos, Metallregale, Bettgestelle aus Metall gehören zur Altmetallsammlung.
- Bauschutt und Grubengut: Keramik, Steine, Ziegel, Glasplatten.
- Pneus und Autobatterien: zurück zum Garagisten oder an die Sammelstelle.
- Sonderabfall: Farben, Lacke, Chemikalien.
Weg 1: die Sperrgutabfuhr der Gemeinde
Die meisten Gemeinden holen Sperrgut an festen Daten ab, oft zusammen mit dem Kehricht. So funktioniert es meistens:
- Sie kaufen die offiziellen Sperrgutmarken, zum Beispiel am Schalter der Gemeinde, im Detailhandel oder online.
- Sie kleben die Marken gut sichtbar auf jedes Stück. Wie viele Marken es braucht, legt die Gemeinde fest: pro Stück, pro Sitzplatz, pro Schranktür oder nach Gewicht.
- Sie stellen das Sperrgut am Abfuhrtag zur angegebenen Zeit an den Sammelort, oft bis 7 Uhr morgens.
Die Regeln und Preise Ihrer Gemeinde finden Sie auf der Seite Ihrer Gemeinde unter Recyclinghof & Sammelstellen und im Entsorgungskalender.
Weg 2: selbst bringen
Viele Sammelstellen, Recyclinghöfe und die Kehrichtverwertungsanlagen (KVA) nehmen Sperrgut an, meist nach Gewicht. Das lohnt sich, wenn Sie ein Auto oder einen Anhänger haben und mehrere Stücke auf einmal bringen. Achten Sie auf die Öffnungszeiten und darauf, ob die Sammelstelle nur für Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinde offen ist.
Weg 3: grosse Mengen mit der Mulde
Bei einer Räumung oder einem Umbau fällt oft so viel Sperrgut an, dass sich eine Mulde lohnt. Sie laden selbst, der Muldenservice bringt und holt die Mulde und rechnet nach Grösse und Gewicht ab. Steht die Mulde auf öffentlichem Grund, braucht es meist eine Bewilligung der Gemeinde. Firmen in Ihrer Region finden Sie unter Muldenservice.
So sparen Sie Kosten
- Weitergeben: Gut erhaltene Möbel nehmen Brockenhäuser oft gratis, wenn sie sich verkaufen lassen. Auch Verschenk-Plattformen helfen.
- Zerlegen: Zerlegte Möbel brauchen weniger Marken und weniger Platz.
- Trennen: Metallteile, Glas und Elektroteile gehören nicht ins Sperrgut und kosten dort unnötig.
- Bündeln: Sammeln Sie mehrere Stücke und bringen Sie sie auf einmal.
Für einzelne Gegenstände finden Sie Antworten im Abfall-ABC, zum Beispiel zu Sofa, Matratze oder Möbeln.