Zwei Wege, ein Ziel
Ob Sie einen Keller leeren, eine Wohnung vor dem Auszug räumen oder einen Haushalt nach einem Todesfall auflösen: Am Ende soll alles weg sein, sauber getrennt und fachgerecht entsorgt. Dafür gibt es zwei übliche Wege. Entweder Sie mieten eine Mulde und laden selbst, oder Sie beauftragen eine Räumungsfirma, die alles übernimmt.
Was zur Mulde dazugehört
Bei einer Mulde bezahlen Sie in der Regel Transport, Miete und die Entsorgung des Materials. Alles andere machen Sie selbst:
- Tragen und Laden: Möbel aus dem Haus tragen, zerlegen und in die Mulde laden. Bei einem Haus oder einer Wohnung im dritten Stock ohne Lift ist das schwere Arbeit für mehrere Personen.
- Trennen: Elektrogeräte, Kühlgeräte, Sonderabfall, Metall und oft auch Holz gehören nicht in die gleiche Mulde. Diese Dinge müssen Sie separat wegbringen.
- Platz und Bewilligung: Die Mulde braucht einen Abstellplatz. Auf öffentlichem Grund braucht es meist eine Bewilligung.
- Zeit: Die Mulde steht nur eine bestimmte Zeit. Wenn Sie länger brauchen, kostet das zusätzlich.
- Übergabe: Ist die Wohnung leer, muss sie noch besenrein gemacht werden.
Was eine Räumungsfirma übernimmt
Eine Räumungsfirma kommt mit Team und Fahrzeug, zerlegt die Möbel, trägt alles hinaus, trennt das Material und bringt es zu den richtigen Entsorgungsstellen. Am Schluss werden die Räume in der Regel besenrein übergeben. Viele Firmen arbeiten zum Fixpreis, den Sie vorher schriftlich bekommen.
- Sie müssen nicht selbst tragen und brauchen keine Helfer.
- Elektrogeräte, Metall, Holz und Sonderabfall werden mitgenommen und getrennt entsorgt.
- Es braucht meist keine Mulde und damit auch keine Bewilligung.
- Der Termin ist planbar, auch wenn eine Übergabe an die Verwaltung drängt.
- Sie müssen nicht unbedingt dabei sein, zum Beispiel wenn Sie weit weg wohnen.
Die versteckten Kosten der Mulde
Auf den ersten Blick ist die Mulde fast immer günstiger. Rechnen Sie aber ehrlich alles mit:
- Ihre eigene Zeit und die Zeit von Helfern, oft ein ganzes Wochenende oder mehr.
- Ein Mietfahrzeug für Dinge, die nicht in die Mulde dürfen.
- Zusätzliche Tage, wenn Sie nicht rechtzeitig fertig werden.
- Eine zweite Mulde, wenn die erste zu klein war oder zu schwer wurde.
- Die Gebühr für die Bewilligung auf öffentlichem Grund.
- Das Risiko, sich beim Tragen schwerer Möbel zu verletzen oder das Treppenhaus zu beschädigen.
Wann sich was lohnt
| Situation | Eher Mulde | Eher Räumung |
|---|---|---|
| Umbau, Bauschutt, Garten | Ja | Selten |
| Keller oder Estrich, Sie haben Helfer | Ja | Möglich |
| Ganze Wohnung oder ganzes Haus | Selten | Ja |
| Viele Stockwerke ohne Lift | Nein | Ja |
| Fester Übergabetermin | Riskant | Ja |
| Nachlass, Sie wohnen weit weg | Nein | Ja |
Die richtige Frage an beide
Holen Sie für beide Varianten eine Offerte ein und vergleichen Sie das Gleiche. Fragen Sie beim Muldenservice nach Transport, Miete pro Tag, Entsorgung pro Tonne und Wartezeit. Fragen Sie bei der Räumungsfirma, ob Tragen, Demontage, Transport, Entsorgung und die besenreine Übergabe im Preis inbegriffen sind, und ob der Preis fix ist.
Firmen in Ihrer Region finden Sie unter Muldenservice und Räumungsfirmen. Worauf Sie bei einer Räumungsfirma achten sollten, steht in Räumungsfirma finden.